Die 10 beliebtesten Hunderassen in Deutschland – und welches Futter zu ihnen passt

Die 10 beliebtesten Hunderassen in Deutschland – und welches Futter zu ihnen passt

Welche Hunderassen sind in Deutschland am beliebtesten? Die verlässlichste Antwort liefert die jährliche Welpenstatistik des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Sie zählt, wie viele Welpen in den angeschlossenen Zuchtvereinen geboren wurden. Für das Jahr 2025 waren das insgesamt 55.053 Welpen. Auf Platz 1 steht – wie seit Jahrzehnten – der Deutsche Schäferhund mit 6.374 Welpen.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die zehn Rassen kurz vor und zeigen, worauf es bei der Fütterung jeweils ankommt.

Inhaltsübersicht

  1. Die Top 10 der VDH-Welpenstatistik 2025
  2. Die zehn Rassen im Kurzporträt
  3. Fütterung nach Größe, Alter und Aktivität
  4. Häufige Fragen

Die Top 10 der VDH-Welpenstatistik 2025

Größe und Gewicht sind Richtwerte nach den jeweiligen Rassestandards. Rüden sind in der Regel größer und schwerer als Hündinnen, außerdem gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Zuchtlinien.

Platz Rasse Schulterhöhe Gewicht (ca.) Ursprünglicher Einsatz
1 Deutscher Schäferhund 55–65 cm 22–40 kg Hüte- und Gebrauchshund
2 Dackel (Teckel) je nach Größenschlag bis ca. 9 kg Jagdhund (Baujagd)
3 Labrador Retriever 54–57 cm 25–36 kg Apportierhund
4 Deutsch Drahthaar 57–68 cm 25–35 kg Vorstehhund (Jagd)
5 Pudel 24–60 cm (4 Größen) 2–30 kg Wasser- und Apportierhund
6 Golden Retriever 51–61 cm 25–36 kg Apportierhund
7 Rottweiler 56–68 cm 42–50 kg Treib- und Schutzhund
8 Deutsch Kurzhaar 58–66 cm 20–32 kg Vorstehhund (Jagd)
9 Kleiner Münsterländer 50–56 cm 17–25 kg Vorstehhund (Jagd)
10 Boxer 53–63 cm 25–32 kg Begleit- und Schutzhund

Wichtig für die Einordnung: Die VDH-Statistik erfasst nur Rassehunde aus VDH-Zuchten. Mischlinge und Hunde von Züchtern außerhalb des Verbands tauchen dort nicht auf. Andere Ranglisten, etwa auf Basis von Haustierregistern, kommen deshalb zu abweichenden Ergebnissen. Auffällig ist, wie viele Jagdhunde in der Top 10 stehen – sie werden in Deutschland besonders aktiv über die Zuchtvereine gezüchtet.

Die zehn Rassen im Kurzporträt

1. Deutscher Schäferhund

Der Schäferhund ist lernfreudig, ausdauernd und eng an seine Menschen gebunden. Er wird bis heute als Dienst-, Rettungs- und Sporthund eingesetzt. Im Familienalltag braucht er klare Führung sowie viel körperliche und geistige Auslastung.

2. Dackel (Teckel)

Der Dackel ist selbstbewusst, mutig und hat oft seinen eigenen Kopf. Durch seinen langen Rücken und die kurzen Beine sollten Halter besonders auf ein schlankes Körpergewicht achten – jedes überflüssige Kilo belastet die Wirbelsäule zusätzlich.

3. Labrador Retriever

Freundlich, verspielt und meist unkompliziert im Umgang: Der Labrador gilt als klassischer Familienhund. Viele Labradore sind ausgesprochen verfressen und neigen zu Übergewicht. Abgewogene Portionen und Leckerlis mit Maß sind bei dieser Rasse besonders wichtig.

4. Deutsch Drahthaar

Der Deutsch Drahthaar ist ein vielseitiger Jagdgebrauchshund mit wetterfestem, drahtigem Fell. Er braucht viel Bewegung und eine sinnvolle Aufgabe. Ohne jagdliche oder vergleichbare Auslastung ist er in reiner Familienhaltung oft unterfordert.

5. Pudel

Den Pudel gibt es in vier Größen – vom Toypudel bis zum Großpudel. Er ist intelligent, gelehrig und verhaart kaum, weil sein Fell kontinuierlich wächst. Dafür muss es regelmäßig geschoren werden. Wichtig: Kein Hund ist vollständig allergenfrei. Allergiker sollten den Kontakt vorab ausprobieren.

6. Golden Retriever

Der Golden Retriever ist ausgeglichen, kinderlieb und arbeitet gern mit seinen Menschen zusammen. Er liebt Wasser und Apportierspiele. Wie beim Labrador lohnt sich ein Blick auf die Futtermenge, damit er schlank und beweglich bleibt.

7. Rottweiler

Der Rottweiler ist kräftig, ruhig und wachsam. Er braucht eine konsequente, aber faire Erziehung und eine frühe Sozialisierung. In einigen Bundesländern gelten für Rottweiler besondere Haltungsauflagen – informieren Sie sich vor der Anschaffung über die Regeln an Ihrem Wohnort.

8. Deutsch Kurzhaar

Der Deutsch Kurzhaar ist ein eleganter, sehr bewegungsfreudiger Vorstehhund. Sein kurzes Fell ist pflegeleicht, schützt aber weniger vor Kälte. Er braucht täglich ausgiebige Bewegung und Beschäftigung für die Nase.

9. Kleiner Münsterländer

Der Kleine Münsterländer ist der kleinste der deutschen Vorstehhunde. Er gilt als freundlich, führig und arbeitsfreudig. Wie alle Jagdhunde fühlt er sich am wohlsten, wenn er seine Anlagen sinnvoll einsetzen kann.

10. Boxer

Der Boxer ist verspielt, temperamentvoll und bleibt oft bis ins Erwachsenenalter ein Clown. Er hängt sehr an seiner Familie, braucht aber ebenso klare Regeln. Bei Hitze sollten Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten gelegt werden.

Fütterung nach Größe, Alter und Aktivität

Eine eigene Futtersorte für jede Rasse braucht es nicht. Entscheidend sind vor allem Größe, Alter, Aktivität und die individuelle Verträglichkeit. Diese Grundregeln helfen bei der Auswahl:

Hochwertige Zutaten und ein hoher Fleischanteil

Schauen Sie zuerst auf die Zusammensetzung: An erster Stelle sollte Fleisch stehen, idealerweise mit klarer Angabe der Fleischsorte. Unser kaltgepresstes Trockenfutter wird schonend hergestellt und kommt ohne Lock- und Farbstoffe aus.

Welpen und Junghunde

Gerade bei mittelgroßen und großen Rassen wie Schäferhund, Labrador oder Rottweiler ist ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles Wachstum wichtig. Welpen brauchen deshalb ein Futter, das auf ihren Bedarf abgestimmt ist – zum Beispiel unser Junior Trockenfutter für Welpen und Junghunde.

Ausgewachsene und aktive Hunde

Jagdhunde wie Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar oder Kleiner Münsterländer haben bei intensiver Arbeit einen deutlich höheren Energiebedarf als Hunde mit ruhigem Alltag. Passen Sie die Futtermenge an die tatsächliche Bewegung an und kontrollieren Sie das Gewicht regelmäßig.

Ältere Hunde

Mit zunehmendem Alter sinkt bei vielen Hunden der Energiebedarf. Für Senioren eignet sich ein angepasstes Futter wie unser Senior Light Trockenfutter mit Huhn. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Welches Futter ist das beste für ältere Hunde?

Empfindliche Hunde

Reagiert Ihr Hund empfindlich auf bestimmte Futterbestandteile, kann ein Futter mit nur einer tierischen Proteinquelle die Suche nach der Ursache erleichtern. Unser Monoprotein-Nassfutter gibt es mit verschiedenen Fleischsorten wie Ente, Hirsch, Ziege oder Pferd. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie immer Ihren Tierarzt einbeziehen.

Leckerlis mit Maß

Belohnungen gehören dazu – sie sollten aber in die tägliche Futtermenge eingerechnet werden. Das gilt besonders für Rassen, die zu Übergewicht neigen. Unsere Hundesnacks wie die Hunde-Zigarren bestehen jeweils aus nur einer Fleischsorte.

Futter umstellen

Wenn Sie das Futter wechseln möchten, finden Sie in unserem Beitrag Futterumstellung – so klappt es praktische Tipps für den Übergang.

Ruhe nach dem Fressen

Gerade große Hunde sollten nach der Mahlzeit nicht direkt toben. Toben mit vollem Magen gilt als Risikofaktor für eine Magendrehung. Ein fester, ruhiger Liegeplatz hilft, nach dem Fressen zur Ruhe zu kommen.

Häufige Fragen

Was ist die beliebteste Hunderasse in Deutschland?

Laut VDH-Welpenstatistik ist es seit Jahrzehnten der Deutsche Schäferhund. 2025 wurden in VDH-Zuchten 6.374 Schäferhund-Welpen geboren, gefolgt vom Dackel und dem Labrador Retriever.

Warum stehen so viele Jagdhunde in der Rangliste?

Jagdhunderassen wie Dackel, Deutsch Drahthaar oder Deutsch Kurzhaar werden in Deutschland überwiegend in Zuchtvereinen des VDH gezüchtet und deshalb vollständig erfasst. Beliebte Rassen, die häufig außerhalb des Verbands gezüchtet werden, erscheinen in der Statistik dagegen seltener.

Braucht jede Hunderasse ein spezielles Rassefutter?

Nein. Wichtiger als die Rasse sind Alter, Größe, Aktivität und Verträglichkeit. Ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil, angepasst an die Lebensphase und die richtige Menge, ist für die meisten Hunde die beste Grundlage.

Quelle der Rangliste: Welpenstatistik des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH), Welpenzahlen 2025.